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14.1.2011 von m.s..
Unter diesem Titel findet in diesem Jahr an der FH Jena eine Ringvorlesung statt.
Hier das Programm:
12.01. Mechthild Seithe (Jena): Einführung und Überblick Zur Begründung einer Repolitisierung der Sozialen Arbeit
26.01. C.W. Müller (Berlin): 1968 - Kritischer Rückblick auf die Politisierung der Sozialen Arbeit
23.03. Timm Kunstreich (Hamburg): “Ohne Mandat - aber politisch produktiv.
Perspektiven eine kritischen Sozialen Arbeit”
13.04. Susanne Maurer (Marburg): Neue Frauenbewegung und Soziale Arbeit – „Das Private ist politisch!“
11.05. Fabian Kessl (Essen): Kritischer Rückblick auf die Implementation von New Public Management der 1990er und folgenden Jahre
08.06. Birgit Bütow (Jena/Marburg):
Soziale Arbeit in Ostdeutschland – Pragmatismus statt Gestaltung?
19.10. Hans Thiersch (Tübingen): Lebensweltorientierung in neoliberalen Zeiten?! (Festwoche: 20 Jahre SW)
09.11. Michael Winkler (Jena): Kritische Sozialarbeit? Kritische Sozialarbeit!
07.12. Werner Lindner (Jena): Reflexive politische Strategien (in) der Sozialen Arbeit
11.01. 12 Lothar Böhnisch (Brixen): Gestaltwandel des Politischen und die Folgen für die Soziale Arbeit
25.01.12 K.A. Chassé (Jena): Resümee und Ausblick
Den Start für die Ringvorlesung habe ich am 12.1.2011 machen dürfen.
Wer den Text haben oder nachlesen will, kann ihn sich hier ansehen.
(für das etwas auseinandergelaufene Layout möchte ich mich entschuldigen
)
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21.12.2010 von m.s..
Letzte Woche war ich auf Einladung der AGJF Sachsen (Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten Sachsen) zu einer Tagung in Grimma.
Hier wurde des Jubiläums unseres KJHGs, oder wie man heute nur noch zu sagen pflegt, des SGB VIII, gedacht. Die Zuhörerinnen waren sich mit der Mehrheit der Vortragenden einschließlich mir einig, dass wir keinen wirklichen Grund haben, zu feiern.
Die Tagung stand unter folgender Fragestellung:
„Das KJHG, heute SGB VIII, eröffnet vielfältige sowie moderne, auf Entfaltung und Prävention ausgerichtete Handlungsmöglichkeiten für die Aufgaben und Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe. So sind 1990 die Macher des KJHG angetreten um soziale und individuelle Frage- und Problemstellungen bewältigen zu können. Nach 20 Jahren Wirksamkeit dieser Gesetzgrundlage in den neuen Bundesländern gilt es zu überprüfen, wie die vorhandenen Ansätze und Zielsetzungen des KJHG in der Praxis der Jugendhilfe umgesetzt wurden und werden“.
Hier das Fazit meines Beitrages:
Im Ergebnis einer langen, gesellschaftlichen Diskussion waren im KJHG bereits Standards formuliert worden, die die Soziale Arbeit als eine sozialpädagogische Kraft ausgewiesen und sie auf hohe Fachlichkeit und humanistische Ethik verpflichtet haben.
Aus meiner Sicht geht es nun darum, 20 Jahre nach Inkrafttreten des KJHG, seine Konzepte und Zielsetzungen lautstark und gezielt gegen den Mainstream und gegen die Vorstellungen des aktivierenden Staates einzufordern und zu erkämpfen.
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24.3.2010 von m.s..
Hallo liebe Freunde und LeserInnen dieses Blogs, die ihr von nah oder ferne mit verfolgt habt, wie ich in den letzten 2 Jahren an meinem “Schwarzbuch Soziale Arbeit” geschrieben habe. Das Buch ist jetzt auf dem Markt.
Thema: Die Veränderungen und Zumutungen für die Soziale Arbeit durch Ökonomisierung und den aktivierenden Staat.
Wenn man so will, ist es mein “Schwanengesang” auf eine lange Berufszeit im Bereich Soziale Arbeit. Gleichzeitig ist es ein Versuch, mich in die kritische Diskussion um den gegenwärtigen Zustand der Sozialen Arbeit einzubringen und sie für Studierende und PraktikerInnen erfahrbar und verständlich zu machen. Ich hoffe, dass die sozialpädagogischen WissenschaftlerInnen mir meine pupulär-wissenschaftlichen Ambitionen verzeihen. Ich denke aber, dass dieses Buch neben seinen anschaulichen Elementen (Beispiele und eigene Erfahrungen aus meiner 18 jährigen sozialpädagogischen Praxis) auch eine Menge zur theoretischen Diskussion beiträgt.
Das Buch enthält u. a. ca. 50 anonymisierte Praxisbeispiele, die u.a. von Studierenden unseres Fachbereiches zusammengetragen wurden.
22,50 Euro, 300 Seiten
ISBN-10: 3531154923; ISBN-13: 978-3531154923,
Inhalt:
Soziale Arbeit – was ist das eigentlich?
Persönliche Erfahrungen
1.1 Aufgaben- und Problemstellungen
1.2 Ein kritischer und selbstkritischer Blick auf die Außenwahrnehmung der Sozialen Arbeit
1.3.Geschichte der Sozialen Arbeit
1.4 Die Profession Soziale Arbeit
1.5 Soziale Arbeit zwischen Menschen und System
1.6 Was professionelle Soziale Arbeit leisten kann
1.7 Soziale Arbeit und Ökonomisierung – ein Ausblick
PersönlicheErfahrungen
2.1 Der Markt übernimmt die Regie
2.2 Folgen der gesellschaftlichen Veränderungen für die Menschen
2.3 Folgen der Veränderungen für sozial Benachteiligte
3 Die Ökonomisierung der Sozialen Arbeit
Persönliche Erfahrungen
3.1 Chancen der Ökonomisierung aus Sicht der PraktikerInnen
3.2 Die Vermarktlichung der Sozialen Arbeit
3.3 Effektivität, Effizienz und Kostensenkung als zentrale Ziele
3.4 Folgen von Effizienzdominanz und Kostendämpfung für die Praxis
3.5 Verbetriebswirtschaftlichung der Sozialen Arbeit
3.6 Wirkung, Ergebnisqualität und Evidenzbasierung
3.7 Effiziente und ineffiziente Kunden eines Marktproduktes
Persönliche Erfahrungen
4.1 Der aktivierende Sozialstaat
4.2 Umdeutung sozialpädagogischer Grundbegriffe
4.3 Bruch mit dem Gesellschafts- und Menschenbild der Aufklärung
4.4 Abkehr von Klientenorientierung und Parteilichkeit
4.5 Leugnung gesellschaftlicher Ursachen von individuellen Problemlagen
4.6 Entwissenschaftlichung der Sozialen Arbeit
Persönliche Erfahrungen
5.1 Veränderungsdruck und Bewältigungsstrategien
5.2 Forderungen für eine offensive Professionspolitik
5.3 Widerstand und Handlungsmöglichkeiten
5.3.1 Berechtigte Kritik oder die Verfechter des ewig Gestrigen?
5.3.2 Verantwortung der kritischen Wissenschaft
5.3.3 Strategieebenen kritischer Sozialer Arbeit
5.3.3.1 Reflexivität
5.3.3.2 Beharren auf sozialpädagogischen Positionen
5.3.3.3 Repolitisierung der Sozialen Arbeit
5.3.4 Von der Reflexivität zum politischen Handeln
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29.8.2009 von m.s..
Da ich in der letzten Zeit immer wieder gefragt werde, wie man noch an mein Buch von 2001 kommen kann (Praxisfeld Hilfe zur Erziehung. Fachlichkeit zwischen Lebensweltorientierung und Kindeswohl) habe ich mich entschlossen, es einfach der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Es lässt sich über die unten angehängten Links Kapitel weise herunterladen.
Das Buch von 2001 hat mit meinem im Winter erscheinenden Schwarzbuch Soziale Arbeit 2010 nichts zu tun außer vielleicht, dass es geschrieben wurde in einer Zeit, wo ich noch glaubte, man könne den Zumutungen der Ökonomisierung und des aktivierenden Staates einfach stur und störrisch die eigene Fachlichkeit entgegen halten.
Alles, was ich damals zur Hilfe zur Erziehung gesagt habe, würde ich heute genauso oder ganz ähnlich schreiben.
Eine Fachlichkeit, die konsequent nur auf inhaltliche und fachliche Aspekte schaut und sich von den Einschränkungen und Umsteuerungen der Ökonomisierung nicht irritieren lässt, lässt sich nur dann durchsetzen, wenn sie die Auseinandersetzung offensiv aufnimmt und die Interessendifferenzen zwischen der Profession Soziale Arbeit und dem offiziellen Sozialmanagement nicht unter den Teppich kehrt. Aber das ist auch für mich erst in den letzten 5,6 Jahren wirklich klar geworden. Darum geht es im Schwarzbuch. Gerade die Hilfe zur Erziehung wird dort besonders intensiv behandelt.
Wer meint, dass es angebracht sei, etwas für die Onlineversion des Fachbuches zu bezahlen, kann mir eine beliebige Summe als Spende auf mein Konto 1373536 Sparkasse Jena 83053030 überweisen. Ich wäre nicht böse drum und könnte das zur Deckung der Summe nutzen, die ich für das Schwarzbuch ausgebe, damit das einen erschwinglichen Preis behalten wird (um die 20 Euro).
hilfe-zur-erziehung_inhalt_vorwort_einleitung.doc
hilfe-zur-erziehung_kapitel-1.doc
hilfe-zur-erziehung_kapitel-2.doc
hilfe-zur-erziehung_kapitel-3.doc
hilfe-zur-erziehung_kapitel-4.doc
hilfe-zur-erziehung_kapitel-5.doc
hilfe-zur-erziehung_kapitel-6.doc
hilfe-zur-erziehung_kapitel-7.doc
hilfe-zur-erziehung_kapitel-8.doc
hilfe-zur-erziehung_literatur_anhang.doc
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