<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><!-- generator="wordpress/2.2.1" -->
<rss version="2.0" 
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
<channel>
	<title>Kommentare zu: Zur Diskussion!</title>
	<link>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2008/12/13/zur-diskussion/</link>
	<description>Forum für Studies, Profs, Praktiker und alle anderen</description>
	<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 21:47:00 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.2.1</generator>

	<item>
		<title>Von: Mechthild Seithe</title>
		<link>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2008/12/13/zur-diskussion/#comment-11</link>
		<author>Mechthild Seithe</author>
		<pubDate>Thu, 11 Dec 2008 09:04:02 +0000</pubDate>
		<guid>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2008/12/13/zur-diskussion/#comment-11</guid>
		<description>Klar geht es auch in der Sozialen Arbeit um Effizienz. Es wäre ja verrückt, sich nicht für die Frage zu interessieren, ob wir auch wirklich erreichen, was wir erreichen wollen. Das ist nur leider nicht immer so einfach zu beantworten in der Sozialen Arbeit. Manchmal gelingt es: Z.B. konnten wir vor Jahren in Wiesbaden nachweisen, dass sich durch den Einsatz der Schulsozialarbeit an der Gesamtschule die Zahl derjenigen, die eine Lehrstelle bekamen (und behielten) im Vergleich zum Stadtdurchschnitt deutlich erhöhte. Klar, da konnte jeder sehen, was wir erreicht hatten und so was überzeugte zumindest damals auch noch einen Stadtkämmerer. Aber meistens ist es viel schwieriger. Wenn ich einen Jugendlichen berate und mit ihm arbeite, der schon zwei Lehrstellen abgebrochen hat und nun die dritte endlich schaffen soll: Wie kann ich nach einem Jahr, also noch bevor die Lehre beendet ist, nachweisen, dass bzw. ob sich sein Selbstvertrauen, sein Arbeitsverhalten, seine Einstellung zur Arbeit verbessert haben? 
Und noch eins: wenn man die Arbeitsbedingungen verschlechtert und die Mitarbeiter z.B. mit höheren Fallzahlen belastet oder Beratungszeiten kürzt, wie soll man da noch Effektivität nachweisen? Das ist ungefähr so, als würde man ein Medikament zu 50% mit Wasser verdünnen und dann untersuchen, ob es wirkt. Und wenn es dann keine Wirkung mehr zeigt, sagt man schlicht: "Siehst'e, es wirkt ja gar nicht! Dann können wir es auch gleich aus dem Verkehr ziehen"
Sprich, um effektiv zu sein, braucht Soziale Arbeit gewisse Arbeitsbedingungen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Klar geht es auch in der Sozialen Arbeit um Effizienz. Es wäre ja verrückt, sich nicht für die Frage zu interessieren, ob wir auch wirklich erreichen, was wir erreichen wollen. Das ist nur leider nicht immer so einfach zu beantworten in der Sozialen Arbeit. Manchmal gelingt es: Z.B. konnten wir vor Jahren in Wiesbaden nachweisen, dass sich durch den Einsatz der Schulsozialarbeit an der Gesamtschule die Zahl derjenigen, die eine Lehrstelle bekamen (und behielten) im Vergleich zum Stadtdurchschnitt deutlich erhöhte. Klar, da konnte jeder sehen, was wir erreicht hatten und so was überzeugte zumindest damals auch noch einen Stadtkämmerer. Aber meistens ist es viel schwieriger. Wenn ich einen Jugendlichen berate und mit ihm arbeite, der schon zwei Lehrstellen abgebrochen hat und nun die dritte endlich schaffen soll: Wie kann ich nach einem Jahr, also noch bevor die Lehre beendet ist, nachweisen, dass bzw. ob sich sein Selbstvertrauen, sein Arbeitsverhalten, seine Einstellung zur Arbeit verbessert haben?<br />
Und noch eins: wenn man die Arbeitsbedingungen verschlechtert und die Mitarbeiter z.B. mit höheren Fallzahlen belastet oder Beratungszeiten kürzt, wie soll man da noch Effektivität nachweisen? Das ist ungefähr so, als würde man ein Medikament zu 50% mit Wasser verdünnen und dann untersuchen, ob es wirkt. Und wenn es dann keine Wirkung mehr zeigt, sagt man schlicht: &#8220;Siehst&#8217;e, es wirkt ja gar nicht! Dann können wir es auch gleich aus dem Verkehr ziehen&#8221;<br />
Sprich, um effektiv zu sein, braucht Soziale Arbeit gewisse Arbeitsbedingungen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: kranich05</title>
		<link>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2008/12/13/zur-diskussion/#comment-9</link>
		<author>kranich05</author>
		<pubDate>Wed, 10 Dec 2008 12:48:10 +0000</pubDate>
		<guid>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2008/12/13/zur-diskussion/#comment-9</guid>
		<description>&lt;p&gt;Hallo,&lt;br /&gt;
ich bin Laie in der Sozialen Arbeit, deshalb mag meine Frage naiv erscheinen. Aber es interesiert mich schon.&lt;br /&gt;
Wer oder wie definiert sich eigentlich "Effektivität" in der Sozialen Arbeit?&lt;br /&gt;
Die Betriebswirtschaftler wissen vielleicht, wie man ein Auto effektiv herstellt. (Wie die Gesellschaft effektiv mit Autos umgehen sollte, wissen sie vielleicht schon weniger gut, wie man gerade beobachten kann.)&lt;br /&gt;
Aber woran ist zu messen, ob der Sozialarbeiter mit einem Menschen effektiv arbeitet?&lt;br /&gt;
Und weil heute gerade der 60. Jahrestg der UN-Erklärung der Menschenrechte ist: Hat Effektivität in der Arbeit mit Menschen auch etwas mit den Menschenrechten zu tun? ;-)&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,<br />
ich bin Laie in der Sozialen Arbeit, deshalb mag meine Frage naiv erscheinen. Aber es interesiert mich schon.<br />
Wer oder wie definiert sich eigentlich &#8220;Effektivität&#8221; in der Sozialen Arbeit?<br />
Die Betriebswirtschaftler wissen vielleicht, wie man ein Auto effektiv herstellt. (Wie die Gesellschaft effektiv mit Autos umgehen sollte, wissen sie vielleicht schon weniger gut, wie man gerade beobachten kann.)<br />
Aber woran ist zu messen, ob der Sozialarbeiter mit einem Menschen effektiv arbeitet?<br />
Und weil heute gerade der 60. Jahrestg der UN-Erklärung der Menschenrechte ist: Hat Effektivität in der Arbeit mit Menschen auch etwas mit den Menschenrechten zu tun? <img src='http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

